Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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noname10:zusammenbau [2017/11/05 21:30]
maddins79 [Elektrik]
noname10:zusammenbau [2017/11/21 16:57] (aktuell)
maddins79 [Elektrik]
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-Mit Hilfe der Community wächst hier die Anleitung ​wir ein NoName zusammengebaut wird.+Mit Hilfe der Community wächst hier die Anleitung ​wie ein NoName zusammengebaut wird.
  
 ====== Bestellung der Einzelteile ====== ====== Bestellung der Einzelteile ======
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 {{:​noname10:​y-schlitten_detail_1.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​y-schlitten_detail_2.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​y-schlitten_detail_3.jpg?​direct&​200|}} {{:​noname10:​y-schlitten_detail_1.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​y-schlitten_detail_2.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​y-schlitten_detail_3.jpg?​direct&​200|}}
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 +Der Endstop-Trigger wird eigentlich nur einmal benötigt für die korrekte Funktion, aber symmetrischer schaut der Aufbau natürlich mit zwei Druckteilen aus. Montiert wird der Trigger auf der linken Seite (also auf der Seite, wo auch der XY-Endstop sitzt) am Wagen der Y-Führung. Da das Teil nicht verschraubt werden kann und auch nicht festklemmt, habe ich es mit doppelseitigem Klebeband fixiert.
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 +{{:​noname10:​xy_endstop_trigger.jpg?​direct&​200|}}
 +
  
  
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 {{:​noname10:​xy-endstop_montage.jpg?​direct&​200|}} {{:​noname10:​xy-endstop_montage.jpg?​direct&​200|}}
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 +
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 +**Schleppkette**
 +
 +benötigte Teile:
 +  * 1x Schleppkette
 +  * 2x M3x8 ISO7380-1
 +  * 2x Hammermutter
 +  * 1x Druckteil "​NoName_v1_0_XY_Chain_Frame"​
 +
 +{{:​noname10:​schleppkette_xy_einzelteile.jpg?​direct&​200|}}
 +
 +Zuerst müsst ihr die Schleppkette auf die richtige Länge kürzen. Dazu habe ich die Kette mit einem Ende am Würfel hinten in der Mitte angehalten (also am späteren Montagepunkt) und habe geschaut, dass ich an die vorderen Ecken in einem vernünftigem Bogen hinkomme. Für mich haben sich daraus 31 Glieder (ohne Enden) ergeben. Mit einem kleinen Schlitzschraubenzieher lassen sich die Verbindungselemente gut lösen. Die beiden Endteile müssen wie im Bild gezeigt orientiert sein, damit ihr sie an die gedruckten Halterungen schrauben könnt. In die Halterungen werden Gewinde geschnitten.
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 +Zum Einlegen der Leitungen könnt ihr eine Seite der Elemente aufklappen, siehe Bild.
 +
 +{{:​noname10:​schleppkette_xy_detail1.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​schleppkette_xy_detail2.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​schleppkette_xy_fertig.jpg?​direct&​200|}} ​
 +
 +Montiert habe ich die Schleppkette erst, als es an die Verlegung der Kabel ging, vorher benötigt man es nicht. Wer noch etwas PTFE-Schlauch übrig hat (z.B. von einem Bowden-Umbau),​ kann diesen mit in die Kette einziehen; so legt sich die Kette besser in einen runden Bogen.
 ====== Z-Einheit / Drucktisch ====== ====== Z-Einheit / Drucktisch ======
  
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 Die Heizmatte auf die Buildplate (Laserteil) legen und die passenden Löcher markieren. Anschließend die Buildplate auf die Druckplatte legen und zentriert ausrichten. Da die "​Einbuchtungen"​ der Buildplate an den innersten Punkten recht genau bündig mit der Druckplatte abschließen,​ ist die Ausrichtung unkompliziert. Danach die zuvor markierten Löcher mit einer dünnen Reißnadel o.ä. auf der Druckplatte anzeichnen. Wird ein Temperatursensor mit Gewinde verbaut, muss auch hierfür ein Loch angezeichnet werden - passend zur Heizmatte. Abschließende können die Löcher gebohrt und evtl. gesenkt werden. Die Heizmatte auf die Buildplate (Laserteil) legen und die passenden Löcher markieren. Anschließend die Buildplate auf die Druckplatte legen und zentriert ausrichten. Da die "​Einbuchtungen"​ der Buildplate an den innersten Punkten recht genau bündig mit der Druckplatte abschließen,​ ist die Ausrichtung unkompliziert. Danach die zuvor markierten Löcher mit einer dünnen Reißnadel o.ä. auf der Druckplatte anzeichnen. Wird ein Temperatursensor mit Gewinde verbaut, muss auch hierfür ein Loch angezeichnet werden - passend zur Heizmatte. Abschließende können die Löcher gebohrt und evtl. gesenkt werden.
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 +Für das spätere Leveln des Druckbetts kann man ganz klassisch die Lösung mit Federn + Schraube von oben durchgesteckt und unter dem Drucktisch eine Rändel/​Flügelmutter montieren oder auf das "​OHLS"​ setzen, wie hier beschrieben:​ [[http://​www.3d-druck-community.de/​thread-17654.html?​highlight=OHLS|Optimal Heatbed Leveling System]]
  
  
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 {{:​noname10:​z-endstop_fertig.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​z-endstop_montage.jpg?​direct&​200|}} {{:​noname10:​z-endstop_fertig.jpg?​direct&​200|}} ​ {{:​noname10:​z-endstop_montage.jpg?​direct&​200|}}
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 +**Schleppkette**
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 +benötigte Teile:
 +  * 1x Schleppkette
 +  * 1x M4x50 DIN 912
 +  * 3x Unterlegscheibe M4
 +  * 1x Federscheibe M4
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 +Da ich momentan noch keine Gehäuseabdeckung habe, ist meine Schleppkette mit Kabelbindern an der horizontalen Zwischenstrebe befestigt; daher hat meine Kette 22 Glieder. Das obere Ende wird am bereits montierten Druckteil "​NoName_v1_0_Z_Cable_Chain"​ hinten rechts am Drucktisch befestigt. Dazu habe ich eine M4x50-Schraube durch das Druckteil gesteckt, darauf zwei Unterlegscheiben (um der Kette ein bisschen Abstand zum Drucktisch zu geben), dann eine Seite des ersten Schleppkettenglieds,​ dann eine Mutter und eine Unterlegscheibe,​ die zweite Seite der Schleppkette,​ eine Federscheibe und eine Mutter. Weil sich das Ganze kompliziert liest, hier ein Bild dazu:
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 +{{:​noname10:​schleppkette_z_detail.jpg?​direct&​200|}}
 ====== Elektrik ====== ====== Elektrik ======
  
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 Egal was verbaut wird, wichtig ist es, eine Idee davon zu haben, wie die verschiedenen Teile auf der Bodenplatte angeordnet werden. Setzt dazu nach Montage der Mechanik den Alu-Würfel auf die Bodenplatte und zeichnet die Umrisse der freien Fläche an, die nicht nur von Aluprofilen,​ sondern z.B. auch von dem Z-Antrieb begrenzt wird. Egal was verbaut wird, wichtig ist es, eine Idee davon zu haben, wie die verschiedenen Teile auf der Bodenplatte angeordnet werden. Setzt dazu nach Montage der Mechanik den Alu-Würfel auf die Bodenplatte und zeichnet die Umrisse der freien Fläche an, die nicht nur von Aluprofilen,​ sondern z.B. auch von dem Z-Antrieb begrenzt wird.
  
-Für die Steuerelektronik hat alejanson zwar Vorschläge gemacht, schreibt aber in der Bom auch, dass dies Geschmackssache sei. Ich werde hier daher meinen Ansatz und allgemein wichtige Punkte beschreiben.+Dann könnt ihr den Aluwürfel mit Mechanik wieder zur Seite stellen und alle Komponenten,​ die auf der Bodenplatte montiert werden sollen, probehalber anordnen.  
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 +Für die Steuerelektronik hat alejanson zwar Vorschläge gemacht, schreibt aber in der Bom auch, dass dies Geschmackssache sei. Ich werde hier daher meinen Ansatz und allgemein wichtige Punkte beschreiben. ​Ich hatte mich für ein Radds mit Arduino Due entschieden und für ein 24V-Heizbett. 
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 +Hier schematisch die grundlegende Verdrahtung:​ 
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 +{{:​noname10:​elektrik.png?​direct&​400|}} 
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 +{{ :​noname10:​elektrik.odg |Originaldokument}} 
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 +Hinweis: Der Link zu den Hotend-Lüftern in der BOM hat sich geändert (Stand 20.11.2017),​ jetzt haben die Lüfter 5V Betriebsspannung. Damit sollte man sie keinesfalls mehr direkt an 12V anschließen! 
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 +** Montage ** 
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 +Montiert die Komponenten auf die Bodenplatte und verdrahtet erst einmal die Stromversorgung. Nach dem Check auf korrekte Verdrahtung kommt das erste Einschalten. Überprüft jetzt die Ausgangsspannungen der Netzteile und Wandler. Manche Billig-Schaltnetzteile sind ab Werk komplett verstellt. 
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 +So kann der noch teilweise provisorische Aufbau aussehen: {{:​noname10:​elektronik_aufbau_1.jpg?​direct&​200|}} 
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 +Wenn ihr euch z.B. für ein Radds-Board entscheidet,​ kontrolliert vor dem Aufstecken, ob die Mikroschalter richtig stehen. Wenn erst einmal alles verkabelt ist, wird es recht schwer, im eingebauten Zustand zuerst die Aufkleber von den Schaltern zu fummeln und dann die Schalter einzustellen. 
 + 
 +Nach der Verdrahtung der Komponenten auf der Bodenplatte untereinander wird der Würfel auf die Platte montiert. Ich hatte mir dazu Winkel ausgedruckt,​ man kann natürlich auch Löcher direkt durch Aluprofile und Platte bohren und so verschrauben. 
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 +Jetzt müsst ihr "​nur"​ noch die einzelnen Motoren, Hotend, Heizbett und Lüfter miteinander verdrahten: (kleine Checkliste zum Abhaken) 
 +  * 2 Motoren XY-Einheit 
 +  * 2 Motoren Z-Antrieb 
 +  * Hotend Heizpatrone 
 +  * Hotend Thermistor 
 +  * 2 Hotend-Lüfter 
 +  * Bauteillüfter 
 +  * Heizbett 
 +  * Heizbett-Thermistor 
 +  * Lüfter fürs Radds-Board 
 + 
 + 
  
  
 ====== Erste Tests ====== ====== Erste Tests ======
  
 +Die allerersten Tests passieren schon während der Verdrahtung:​ Einschalttest und Spannungsmessung der Netzteile z.B.
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 +Für die weiteren Tests kontrolliert die Firmware vorher nicht nur auf passende Konfiguration;​ tragt auch relativ kleine Werte für Geschwindigkeiten und Beschleunigungen ein. Wenn beispielsweise die steps per unit oder Endstop-Konfiguration nicht passen, habt ihr noch einen Moment länger zum reagieren.
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 +Nach dem Einschalten könnt ihr schon mal die V_Ref der Steppertreiber einstellen. Der Wert hängt vom verwendeten Treiber ab. 
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 +Nun geht es darum, die Motoren auf richtige Bewegungsrichtungen zu kontrollieren.
 +  * Z-Achse: Z+ bedeutet, das Bett nach unten zu bewegen, Z- nach oben (der Abstand zum Druckkopf wird verringert). (Wichtig für Umsteiger, die vom Prusa-Prinzip her kommen) - Wenn die Richtung nicht passt, die beiden Stecker auf dem Radds umdrehen.
 +  * XY-Ebene: X+ bewegt den Druckkopf nach rechts, Y+ nach hinten. Wenn die Richtungen nicht stimmen, könnt ihr Stecker tauschen bzw. umdrehen. Wenn man beim Ausprobieren immer nur eine Änderung nach der anderen macht, kommt man recht schnell zum Ziel. Auf meinem Radds-Board sind die blauen Drähte der Schrittmotoren jeweils an dem Ende des Steckers, das zu den Schraubklemmen zeigt.
 +  * Extruder: Extrude fördert das Filament zum Druckkopf hin.
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 +Kontrolliert auch die Funktion der Endstopps:
 +  * beim Z-Endstop solltet ihr zunächst manuell in kleinen Schritten heranfahren,​ um die Ausrichtung der Schraube zum Endstop zu kontrollieren. Dann langsam weiterfahren,​ bis der Schalter auslöst.
 +  * Wenn ihr für X und Y die Schalter so anschließt,​ dass beim Auslösen der Kontakt geschlossen wird, müsst ihr eine Seite an Masse / GND anschließen,​ die andere an den Signaleingang. Auch hier: langsam heranfahren bzw. homen zur Funktionsprüfung.
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 +Im nächsten Schritt kontrolliert die Steps per unit / Schritte pro Millimeter. Die Einstellung könnt ihr in der Konfiguration der Firmware ändern und / oder bei laufendem Betrieb mit M92 (z.B. M92 X80); abspeichern im EEPROM mit M500 (da wird alles gespeichert,​ keine weiteren Parameterangaben notwendig). ​
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 +Kontrolliert vor dem ersten Aufheizen die Werte der Temperatursensoren:​ sind sie plausibel? Dann könnt ihr aufheizen; kontrolliert dabei, ob die Regelung funktioniert.