Mit Hilfe der Community wächst hier die Anleitung wie ein NoName zusammengebaut wird.

Bestellung der Einzelteile

In der BOM (Bill Of Materials, Stückliste) findest du alle benötigten Bauteile und Bezugsquellen. Achte beim Bestellen auf die Bemerkungen in der Liste. Du wirst bei vielen verschiedenen Händlern die Bauteile einkaufen müssen. Einige Teile sind in Deutschland und China erhältlich. Dort musst du selbst entscheiden, ob du eine schnelle Lieferung (Deutschland) oder einen günstigen Preis (China) haben möchtest.

Rahmen

benötigte Teile (nach BOM v1.0):

  • 4x Aluprofil 20×20 B-Typ Nut 6 (430mm)
  • 6x Aluprofil 20×20 B-Typ Nut 6 (410mm)
  • 3x Aluprofil 20×20 B-Typ Nut 6 (360mm)
  • 2x Aluprofil 20×40 B-Typ Nut 6 (360mm)
  • 8x Winkel 20 B-Typ Nut 6
  • 8x Würfelverbinder 20 B-Typ Nut 6
  • Hammermuttern

Zuerst musst du in jedes Aluprofil ein M6 Gewinde bohren. Das geht sehr einfach, da es sich um Alu handelt. Du drehst den Gewindebohrer etwa eine Umdrehung und dann wieder ein kurzes Stück zurück, wieder eine Umdrehung und ein kurzes Stück zurück. Dadurch wird der Metallspahn im inneren gebrochen. (Ich bin kein Metaller und weiß nicht, ob das die beste Methode ist. So hat es auf jeden Fall für mich funktioniert.)

Nachdem all Profile ein Innengewinde besitzen wird der äußere Würfel gebaut. Am Besten legst du dir alle Teile für die obere Seite zurecht.

Alle Ecken verschrauben, am besten erst einmal locker. Dann die Seiten des Würfels.

Um die untere Seite zu befestigen hab ich den Würfel auf den Kopf gestellt. Dort werden wieder die 410mm langen Aluprofile benutzt. Statt den 20x40mm werden jedoch 20x20x360mm verwendet. Die Querstreben werden mit den Winkelverbindern befestigt. Ich bereite diese mit den Hammermuttern vor und setze sie dann ein:

XY-Einheit

Motor / Motorhalter links

benötigte Teile:

  • 3x M3x15 ISO 7380-1 (es gehen auch M3x16, dann werden aber zusätzlich 2 Unterlegscheiben für M3 benötigt)
  • 1x M5x16 DIN912
  • 1x F685ZZ
  • 1x MF115ZZ
  • 1x Unterlegscheibe für M5
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Motor_holder_left“
  • 1x Pulley 5mm
  • 1x Schrittmotor

Zuerst die Führungsrolle aus M5-Schraube, den beiden Flanschkugellagern und einer M5-Unterlegscheibe zusammenbauen. Dann ein Gewinde in das passende Loch im Druckteil schneiden und die Schraube mit Führungsrolle einschrauben. Die Lager müssen sich frei drehen können.

Dann den Pulley auf die Motorachse setzen und eine der Madenschrauben handwarm anziehen. Da man im montierten Zustand nicht mehr an die Madenschrauben rankommt, das Druckteil mit Führungsrolle erst einmal nur auf den Motor aufsetzen, noch nicht verschrauben. So kann man den Pulley auf die richtige Höhe bringen.

Zum Schluss den Motor mit dem Druckteil verschrauben.

Motor / Motorhalter rechts

benötigte Teile:

  • 3x M3x15 ISO 7380-1 (es gehen auch M3x16, dann werden aber zusätzlich 2 Unterlegscheiben für M3 benötigt)
  • 1x M5x16 DIN912
  • 1x F685ZZ
  • 1x MF115ZZ
  • 1x Unterlegscheibe für M5
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Motor_holder_right“
  • 1x Pulley 5mm
  • 1x Schrittmotor

Die Montage erfolgt analog zum Motorhalter links.

Umlenkung links / rechts

benötigte Teile (für eine Umlenkung, es werden zwei benötigt):

  • 2x M5x16 DIN912
  • 2x F685ZZ
  • 2x MF115ZZ
  • 2x Unterlegscheibe für M5
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Bearing_back“

Zuerst M5-Gewinde in die beiden senkrechten Löcher des Druckteils schneiden. Dann wie für die Motorhalter zwei Führungsrollen zusammensetzen und einschrauben.

Linke und rechte Seite sind identisch, da später eine der beiden kopfüber montiert wird.

X-Schlitten

benötigte Teile:

  • 2x M3x15 ISO 7380-1
  • 10x M3x12 ISO 7380-1
  • 5x M3x45 DIN 912
  • 13x Muttern M3
  • 1x Miniaturführung MR12-M mit Schlitten MR12ML
  • 1x gelasertes Teil „NoName_v1_0_X_Beam“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_X_Slide_1“
  • 2x Druckteil „NoName_v1_0_X_Slide_2“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_X_Slide_3“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Belt_Mount“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Chain_Cardrige“

(Auf diesem Bild fehlt das gelaserte Teil „X-Beam“, da mir die Lieferung von Geerscutting noch fehlte)

Wie die Miniaturführung und der zugehörige Schlitten vorbereitet werden, ist im Abschnitt Mechanik beschrieben. Um zu verhindern, dass während der Montage der Schlitten von der Führungsschiene rutscht, habe ich in die äußersten Löcher je eine Schraube mit Mutter gesteckt. Die Miniaturführung und das Laserteil werden mit 8 Schrauben M3x12 und Muttern verschraubt.

In das Druckteil „Belt Mount“ werden zwei M3-Mutter in die Aussparungen eingesetzt. Dann werden wie im 2. Detailbild die Druckteile X-Slide 1 und X-Slide 2 mit 3 Schrauben M3x45 und Muttern zusammengeschraubt.

Achtung: Achtet an dieser Stelle darauf, wo die Schlitze für die Durchführung der Riemen sitzen, sonst passt später die Riemenführung nicht. Habt ihr den X-Schlitten richtig herum vor euch stehen (Schleppkettenhalterung nach oben), dann sind die Schlitze für die Riemen vorne rechts oben und links unten; auf der Rückseite ist es genau anders herum - von vorn gesehen links oben und rechts unten: (auf den Bildern x-schlitten_fertig_1.jpg/x-schlitten_fertig_2.jpg ist das falsch montiert)

Diese Baugruppe wird auf den Schlitten montiert; dazu zunächst auf einer Seite mit 2 M3x12-Schrauben fixieren, s. Detailbild 4. Obenauf kommt nun das Teil „Chain Cardridge“, welches mit 2 Schrauben M3x15 fixiert wird. Zu guter Letzt wird auf der Unterseite das Teil X-Slide 3 eingesetzt und mit 2 Schrauben M3x45 durch die beiden Teile X-Slide 2 sowie den „Belt Mount“ locker verschraubt - hier müssen später noch die Riemen durchgefädelt werden.

X/Y-Endstop

benötigte Teile:

  • 2x Mikroschalter
  • 2-3x Litzen
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Endstop_holder“

Der X-Endschalter kann direkt in seine Öffnung eingesetzt werden. In meinem Fall sitzt er so stramm, dass es keine Schrauben zur Fixierung braucht. Falls die Schalter verschraubt werden sollen: M2x8 sollten passen.

Der Y-Endschalter muss vor dem Einbau verkabelt werden, da man danach nicht mehr an die Lötkontakte rankommt. Da der Platz eng ist, habe ich die Lötkontakte gekürzt, um den Schalter mit Litzen möglichst komplett versenken zu können. Eigentlich müsste man nur 2 Kontakte verdrahten, aber wer das Talent hat, immer die falschen Kontakte anzulöten, sollte hier auf Nummer sicher gehen.

HotEnd

benötigte Teile:

  • 5x M3x8 ISO 7380-1
  • 6x M3x15 ISO 7380-1
  • 2x M3x25 ISO 7380-1
  • 2x Muttern M3
  • 1x Radiallüfter B3510X05B
  • 2x Axiallüfter 30×30
  • 1x E3DV6(Clone)
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_hotend_clamp“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_hotend_fan“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_hotend_holder“

Zuerst den E3DV6 in den Hotend-Halter einschieben. Dann mit der Klammer den Kragen des Hotends fixieren und die Klammer mit 2 M3x15 Schrauben und Muttern festschrauben. Dann die 30x30mm-Lüfter montieren; dabei auf die Richtung achten: die Lüfter sollten in eine Richtung für Durchzug sorgen, nicht gegeneinander blasen. Dazu werden je 2 M3x15-Schrauben genutzt. Danach wird der Keil für den Bauteil-Lüfter mit 2x M3x8 montiert (Hotend_fan) und darauf der Axiallüfter mit 3 M3x8-Schrauben verschraubt.

Zu guter Letzt kann man mit den M3x25 das Hotend-Modul einmal probehalber an den X-Schlitten montieren.

Y-Schlitten

benötigte Teile:

  • 1x X-Schlitten (s. oben)
  • 2x Miniaturführungen mit Schlitten
  • 4x M3x10 ISO 7380-1
  • 2x M3x20 ISO 7380-1
  • 2x M3x25 ISO 7380-1
  • 4x F685ZZ
  • 4x MF115ZZ
  • 2x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Bearing_Slider_1“
  • 2x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Bearing_Slider_2“
  • 2x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Endstop_trigger“

Für die Umlenkrollen werden auf die Druckteile „Bearing Slider 1“ und „Bearing Slider 2“ je ein Flanschkugellager F685ZZ und MF115ZZ gesteckt. Diese werden dann über Kreuz auf die inneren Löcher der X-Beam-Enden geschraubt, siehe Detailbild 2. Um eine kleine Umlenkrolle (Bearing Slider 1) durch den X-Beam auf eine Y-Führungsschiene zu schrauben, wird eine Schraube M3x20 benötigt, für die große Umlenkrolle (Bearing Slider 2) eine M3x25. In die äußeren Löcher des X-Beams gehören M3x10.

Der Endstop-Trigger wird eigentlich nur einmal benötigt für die korrekte Funktion, aber symmetrischer schaut der Aufbau natürlich mit zwei Druckteilen aus. Montiert wird der Trigger auf der linken Seite (also auf der Seite, wo auch der XY-Endstop sitzt) am Wagen der Y-Führung. Da das Teil nicht verschraubt werden kann und auch nicht festklemmt, habe ich es mit doppelseitigem Klebeband fixiert.

Einbau in den Aluwürfel

Zuerst werden die Führungsschienen verbaut. Verschraubt im ersten Schritt nur die vier Ecken und prüft, ob der X-Schlitten auch läuft. Erst dann die weiteren Schrauben festziehen. Habt ihr den Aluwürfel oben oder unten offen gelassen, könnt ihr die Motor- und Umlenkrollenhalter mit allen drei Schrauben / Hutmuttern einfach auf die senkrechten Profile aufschieben. Ist der Würfel schon geschlossen, geht das nicht und ihr müsst erst mal eine Seite verschrauben. Die Mutter für die andere Seite könnt ihr dann mit einem Imbusschlüssel oder ähnlichem unter das noch leere Schraubenloch schieben.

Für die Höhenausrichtung der Motor- und Umlenkrollenhalter müsst ihr euch an den Umlenkrollen des X-Schlittens orientieren, siehe Bilder.

Sind alle Teile verschraubt, könnt ihr die Riemen wie auf den beiden folgenden Bildern gezeigt einbauen. Jeder Riemen läuft auf einer Ebene und die Riemen laufen immer parallel / im rechten Winkel zueinander. So bleibt später die Riemenspannung beim Druck konstant, egal wo in der XY-Ebene das Hotend gerade ist.

Abschließend wird der XY-Endstop vorne an der linken Seite verschraubt.

Schleppkette

benötigte Teile:

  • 1x Schleppkette
  • 2x M3x8 ISO7380-1
  • 2x Hammermutter
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_XY_Chain_Frame“

Zuerst müsst ihr die Schleppkette auf die richtige Länge kürzen. Dazu habe ich die Kette mit einem Ende am Würfel hinten in der Mitte angehalten (also am späteren Montagepunkt) und habe geschaut, dass ich an die vorderen Ecken in einem vernünftigem Bogen hinkomme. Für mich haben sich daraus 31 Glieder (ohne Enden) ergeben. Mit einem kleinen Schlitzschraubenzieher lassen sich die Verbindungselemente gut lösen. Die beiden Endteile müssen wie im Bild gezeigt orientiert sein, damit ihr sie an die gedruckten Halterungen schrauben könnt. In die Halterungen werden Gewinde geschnitten.

Zum Einlegen der Leitungen könnt ihr eine Seite der Elemente aufklappen, siehe Bild.

Montiert habe ich die Schleppkette erst, als es an die Verlegung der Kabel ging, vorher benötigt man es nicht. Wer noch etwas PTFE-Schlauch übrig hat (z.B. von einem Bowden-Umbau), kann diesen mit in die Kette einziehen; so legt sich die Kette besser in einen runden Bogen.

Z-Einheit / Drucktisch

Z-Antrieb

benötigte Teile für eine Seite:

  • 2x M3x15 ISO 7380-1
  • 2x M3x25 ISO 7380-1
  • 4x M6x45 DIN 912
  • 4x Muttern M6
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_Z_Motor_Holder“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_Z_Motor_Holder“
  • 1x Pulley 5mm
  • 1x Pulley 8mm
  • 1x Schrittmotor
  • 1x Kugelgewindespindel mit unterem Lager

(Hier sind noch Teile für den Z-Nut-Spacer mit abgebildet, die aber erst in einem späteren Schritt benötigt werden)

Zur Kugelgewindespindel:

  • Das Ende der Gewindespindel ohne Gewinde kommt später nach oben, somit muss später der Flansch des Gewindekugellagers nach unten zeigen; der Drucktisch liegt auf dem Druckteil „Z-Nut Spacer“ auf.
  • Nicht versuchen, das Lager von der Gewindestange herunterzunehmen; runter geht einfach, aber das Lager wieder auf die Stange zu bringen ist fast nicht möglich.

Mit 4 M6-Schrauben und -Muttern wird der größere der beiden mitgelieferten Lagerböcke an das Druckteil „Z-Screw holder“ geschraubt. Danach wird das Ende der Spindel mit Gewinde durch den Lagerbock geschoben, die mitgelieferte viereckige Mutter angezogen und der 8mm-Pulley montiert.

Da später die Pulleys von Spindel und Motor in der gleichen Ebene liegen sollen, rate ich den Motor nicht gleich an die Halterung zu schrauben. Wie schon bei der XY-Einheit kommt ihr sonst nicht mehr an die Madenschrauben des Pulleys. Zuerst Pulley auf der Motorwelle handwarm fixieren und Motor mit aufgesetzter Halterung an die Halterung der Spindel anhalten, um den Pulley am Motor richtig zu positionieren. Dann erst den Halter festschrauben. Auf dem Foto ist der Kabelanschluss so ausgerichtet, dass er später von der Spindel weg zeigt, um Kollisionen zu vermeiden.

Die zweite Antriebseinheit ist identisch aufzubauen.

Druckbett

(Da ich ein 24V Heizbett 25x25cm verbaut habe und nicht wie von Alejanson beschrieben ein 230V 30x30cm, habe ich hier auf Fotos verzichtet, die kann gerne jemand anders ergänzen)

Die Aluminiumplatte muss gebohrt werden. Die Löcher müssen einerseits zur Heizmatte passen, andererseits auch zu einem der Löcher in der Buildplate. Zur Positionierung der Löcher kann man wie folgt vorgehen:

Die Heizmatte auf die Buildplate (Laserteil) legen und die passenden Löcher markieren. Anschließend die Buildplate auf die Druckplatte legen und zentriert ausrichten. Da die „Einbuchtungen“ der Buildplate an den innersten Punkten recht genau bündig mit der Druckplatte abschließen, ist die Ausrichtung unkompliziert. Danach die zuvor markierten Löcher mit einer dünnen Reißnadel o.ä. auf der Druckplatte anzeichnen. Wird ein Temperatursensor mit Gewinde verbaut, muss auch hierfür ein Loch angezeichnet werden - passend zur Heizmatte. Abschließende können die Löcher gebohrt und evtl. gesenkt werden.

Für das spätere Leveln des Druckbetts kann man ganz klassisch die Lösung mit Federn + Schraube von oben durchgesteckt und unter dem Drucktisch eine Rändel/Flügelmutter montieren oder auf das „OHLS“ setzen, wie hier beschrieben: Optimal Heatbed Leveling System

Drucktisch

benötigte Teile:

  • 1x Laserteil „Buildplate“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_Z_Cable_Chain“
  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_Z_Endstop_Trigger“
  • 2x Druckteil „NoName_v1_0_Z_Nut_Spacer“
  • 4x LMK10LUU Linearlager mit Flansch
  • 12x M4x50 mit durchgehendem Gewinde
  • 16x M4x16 DIN 912
  • 1x M3x16
  • 28x Muttern M4
  • 1x Mutter M3

Die vier Linearlager werden an der Unterseite der Buildplate mit M4x16 festgeschraubt. Dabei werden an den beiden hinteren Ecken das Druckteil „Z-Endstop Trigger“ (links) und das Druckteil „Z-Cable Chain“ (rechts) mit angeschraubt.

Die Z-Nut Spacer werden mit 6 M4x50 ebenfalls an der Unterseite verschraubt.

Einbau in den Aluwürfel

Zuerst die 4 unteren Halter der Führungswellen montieren. Diese werden am vorderen / hinteren Aluprofil mit je zwei M3x10 und Hammermuttern angeschraubt. Im Folgenden müssen Drucktisch und die beiden Z-Antriebe in den Aluwürfel eingefädelt werden. Zur Vorbereitung werden Schrauben und Hammermuttern in die Z-Motorhalter eingesetzt und die Spindeln durch die beiden Löcher im Drucktisch gesteckt. Dann das Gebilde in den Aluwürfel einfädeln und die beiden Motorhalter mit je einer Schraube sichern.

Nun werden die 4 Führungswellen durch die Linearlager und die unteren Halterungen gesteckt. Die Passung in den Halterungen ist recht stramm, mit etwas Geduld, drehen, kippeln und drücken geht es aber. Den Drucktisch soweit wie möglich nach unten drehen und die Position der Motorhalter und der Wellenhalterungen bei Bedarf korrigieren.

Im Anschluss den Drucktisch nach oben drehen und die oberen Wellenhalterungen montieren.

Zum Schluss werden die Motorhalterungen mit M3x12 und die geschlossenen Riemen montiert.

Z-Endstop

benötigte Teile:

  • 1x Druckteil „NoName_v1_0_Z_Endstop_Holder“
  • 1x Optischer Schalter
  • 4x M3x10 ISO 7380-1
  • 2x Hammermutter

In die zwei Befestigungslöcher für den optischen Schalter kann man bei Bedarf in das Druckteil ein Gewinde schneiden. Dann den Schalter festschrauben und das komplette Teil hinten links am Aluprofil so befestigen, dass die M3-Schraube des Z-Endstop-Triggers sauber in den Spalt der Optik einfahren kann.

Schleppkette

benötigte Teile:

  • 1x Schleppkette
  • 1x M4x50 DIN 912
  • 3x Unterlegscheibe M4
  • 1x Federscheibe M4

Da ich momentan noch keine Gehäuseabdeckung habe, ist meine Schleppkette mit Kabelbindern an der horizontalen Zwischenstrebe befestigt; daher hat meine Kette 22 Glieder. Das obere Ende wird am bereits montierten Druckteil „NoName_v1_0_Z_Cable_Chain“ hinten rechts am Drucktisch befestigt. Dazu habe ich eine M4x50-Schraube durch das Druckteil gesteckt, darauf zwei Unterlegscheiben (um der Kette ein bisschen Abstand zum Drucktisch zu geben), dann eine Seite des ersten Schleppkettenglieds, dann eine Mutter und eine Unterlegscheibe, die zweite Seite der Schleppkette, eine Federscheibe und eine Mutter. Weil sich das Ganze kompliziert liest, hier ein Bild dazu:

Elektrik

Vorbereitung

Egal was verbaut wird, wichtig ist es, eine Idee davon zu haben, wie die verschiedenen Teile auf der Bodenplatte angeordnet werden. Setzt dazu nach Montage der Mechanik den Alu-Würfel auf die Bodenplatte und zeichnet die Umrisse der freien Fläche an, die nicht nur von Aluprofilen, sondern z.B. auch von dem Z-Antrieb begrenzt wird.

Dann könnt ihr den Aluwürfel mit Mechanik wieder zur Seite stellen und alle Komponenten, die auf der Bodenplatte montiert werden sollen, probehalber anordnen.

Für die Steuerelektronik hat alejanson zwar Vorschläge gemacht, schreibt aber in der Bom auch, dass dies Geschmackssache sei. Ich werde hier daher meinen Ansatz und allgemein wichtige Punkte beschreiben. Ich hatte mich für ein Radds mit Arduino Due entschieden und für ein 24V-Heizbett.

Hier schematisch die grundlegende Verdrahtung:

Originaldokument

Hinweis: Der Link zu den Hotend-Lüftern in der BOM hat sich geändert (Stand 20.11.2017), jetzt haben die Lüfter 5V Betriebsspannung. Damit sollte man sie keinesfalls mehr direkt an 12V anschließen!

Montage

Montiert die Komponenten auf die Bodenplatte und verdrahtet erst einmal die Stromversorgung. Nach dem Check auf korrekte Verdrahtung kommt das erste Einschalten. Überprüft jetzt die Ausgangsspannungen der Netzteile und Wandler. Manche Billig-Schaltnetzteile sind ab Werk komplett verstellt.

So kann der noch teilweise provisorische Aufbau aussehen:

Wenn ihr euch z.B. für ein Radds-Board entscheidet, kontrolliert vor dem Aufstecken, ob die Mikroschalter richtig stehen. Wenn erst einmal alles verkabelt ist, wird es recht schwer, im eingebauten Zustand zuerst die Aufkleber von den Schaltern zu fummeln und dann die Schalter einzustellen.

Nach der Verdrahtung der Komponenten auf der Bodenplatte untereinander wird der Würfel auf die Platte montiert. Ich hatte mir dazu Winkel ausgedruckt, man kann natürlich auch Löcher direkt durch Aluprofile und Platte bohren und so verschrauben.

Jetzt müsst ihr „nur“ noch die einzelnen Motoren, Hotend, Heizbett und Lüfter miteinander verdrahten: (kleine Checkliste zum Abhaken)

  • 2 Motoren XY-Einheit
  • 2 Motoren Z-Antrieb
  • Hotend Heizpatrone
  • Hotend Thermistor
  • 2 Hotend-Lüfter
  • Bauteillüfter
  • Heizbett
  • Heizbett-Thermistor
  • Lüfter fürs Radds-Board

Erste Tests

Die allerersten Tests passieren schon während der Verdrahtung: Einschalttest und Spannungsmessung der Netzteile z.B.

Für die weiteren Tests kontrolliert die Firmware vorher nicht nur auf passende Konfiguration; tragt auch relativ kleine Werte für Geschwindigkeiten und Beschleunigungen ein. Wenn beispielsweise die steps per unit oder Endstop-Konfiguration nicht passen, habt ihr noch einen Moment länger zum reagieren.

Nach dem Einschalten könnt ihr schon mal die V_Ref der Steppertreiber einstellen. Der Wert hängt vom verwendeten Treiber ab.

Nun geht es darum, die Motoren auf richtige Bewegungsrichtungen zu kontrollieren.

  • Z-Achse: Z+ bedeutet, das Bett nach unten zu bewegen, Z- nach oben (der Abstand zum Druckkopf wird verringert). (Wichtig für Umsteiger, die vom Prusa-Prinzip her kommen) - Wenn die Richtung nicht passt, die beiden Stecker auf dem Radds umdrehen.
  • XY-Ebene: X+ bewegt den Druckkopf nach rechts, Y+ nach hinten. Wenn die Richtungen nicht stimmen, könnt ihr Stecker tauschen bzw. umdrehen. Wenn man beim Ausprobieren immer nur eine Änderung nach der anderen macht, kommt man recht schnell zum Ziel. Auf meinem Radds-Board sind die blauen Drähte der Schrittmotoren jeweils an dem Ende des Steckers, das zu den Schraubklemmen zeigt.
  • Extruder: Extrude fördert das Filament zum Druckkopf hin.

Kontrolliert auch die Funktion der Endstopps:

  • beim Z-Endstop solltet ihr zunächst manuell in kleinen Schritten heranfahren, um die Ausrichtung der Schraube zum Endstop zu kontrollieren. Dann langsam weiterfahren, bis der Schalter auslöst.
  • Wenn ihr für X und Y die Schalter so anschließt, dass beim Auslösen der Kontakt geschlossen wird, müsst ihr eine Seite an Masse / GND anschließen, die andere an den Signaleingang. Auch hier: langsam heranfahren bzw. homen zur Funktionsprüfung.

Im nächsten Schritt kontrolliert die Steps per unit / Schritte pro Millimeter. Die Einstellung könnt ihr in der Konfiguration der Firmware ändern und / oder bei laufendem Betrieb mit M92 (z.B. M92 X80); abspeichern im EEPROM mit M500 (da wird alles gespeichert, keine weiteren Parameterangaben notwendig).

Kontrolliert vor dem ersten Aufheizen die Werte der Temperatursensoren: sind sie plausibel? Dann könnt ihr aufheizen; kontrolliert dabei, ob die Regelung funktioniert.